Der Hamburger Energietisch

Für die Energiewende in Hamburg

Elbtrasse

 ⇒ Überblick

 ⇒ Die aktuellen Planungen von Fernwärme-Trassen mit Elbquerung

 ⇒ Genehmigungsverfahren für die Elbtrasse

 ⇒ Die Nordvariante im Stellinger Moor als Alternative zur Südvariante

 ⇒ Aktivitäten gegen Moorburgtrasse und Elbtrasse

 ⇒ Informationen zu früheren Trassenplänen


Auf Einladung der Bürgerinitiative „Keine Elbtrasse!“

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Senator Kerstan

am Montag, dem 16. September 2019 um 19:00 Uhr

in der Aula der Volkshochschule West, Waitzstraße 31

Fernwärmetrasse

durch Othmarschen, Groß Flottbek und Bahrenfeld

Ist der Bau dieser Trasse sinnvoll und notwendig?

 


Die Elbtrasse gehört umgehend auf den Prüfstand!

Bericht der Arbeitsgruppe „Ersatz des Heizkraftwerks Wedel“ im ENB am 18. April 2019

mehr auf der Seite AKTUELLES


Überblick

Der Hamburger Energietisch und das „Bündnis Moorburgtrasse 2.0 stoppen“ wenden sich gegen den Bau einer Fernwärmetrasse mit Elbunterquerung (Elbtrasse). Sie halten diese teure Fernwärmeleitung für überflüssig, weil es am Energiestandort Stellinger Moor bessere Möglichkeiten für den Ersatz des alten Kohle-Heizkraftwerks Wedel ohne einen teuren Trassenbau gibt. Wegen der hohen Kosten steht der Bau einer Elbtrasse zudem im Widerspruch zum Netze-Volksentscheid vom 22. September 2013, der eine sozial gerechte Fernwärme fordert.

Eine Elbtrasse von Bahrenfeld nach Dradenau könnte mit relativ geringem Aufwand bis zum Kohle-Kraftwerk Moorburg verlängert werden. Vattenfall wollte mit einer „Moorburgtrasse“ Fernwärme aus dem Kohle-Kraftwerk Moorburg in das städtische Fernwärmenetz liefern. Obwohl der Konzern beteuert, „innerhalb einer Generation“ aus fossilen Energien aussteigen zu wollen, will er mit seinem klimaschädigenden Kohle-Heizkraftwerk Moorburg noch lange Profit machen. Er wird dabei vehement unterstützt von den Parteien AfD, CDU und FDP.

Auch die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) hatte bis vor einigen Monaten ein Ersatzkonzept für das HKW Wedel (Südvariante), bei dem mit Hilfe eines zweiten Trassenteils Fernwärme aus dem HKW Moorburg ausgekoppelt werden sollte. Im Zuge des Rückkaufs des zentralen Fernwärmesystems durch die Freie und Hansestadt Hamburg zum 1. Januar 2019  wünscht die BUE gegenwärtig nur noch die Elbtrasse (auch „Südtrasse“). Mit dieser Fernwärmeleitung zwischen Bahrenfeld und Dradenau möchte sie die Fernwärme aus dem Kohle-Heizkraftwerk Wedel hauptsächlich durch Wärme aus Versorgungsanlagen südlich der Elbe ersetzen.

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Die aktuellen Planungen von Fernwärme-Trassen mit Elbquerung

Die Hamburger Behörde für Umwelt und Energie (BUE) plant eine Fernwärmetrasse mit Elbunterquerung (Elbtrasse oder auch Südtrasse), mit deren Hilfe die Fernwärme aus dem Kohle-Heizkraftwerk Wedel hauptsächlich mit Wärme aus Versorgungsanlagen südlich der Elbe ersetzt werden soll.

Durch die lange Planungs- und Bauzeit für diese Trasse würde die Stilllegung des Kohlekraftwerks Wedel weit hinausgeschoben. Nach der Bürgerschaftsdrucksache 21/14636 vom 16.10.2018 kann diese Fernwärmeleitung „nach derzeitigem Planungsstand spätestens 2024 in Betrieb genommen werden.“ Die Stilllegung des HKW Wedel würde noch später erfolgen. Denn sie kann erst nach einem längeren Probebetrieb der Ersatzanlagen und der Elbtrasse vorgenommen werden.

Vattenfall wollte zusätzlich zur Elbtrasse eine weitere Trasse vom Kohle-Heizkraftwerk Moorburg bis zum Anschluss an die Elbtrasse bauen – die „Anbindung Moorburg“. Damit wäre eine Moorburgtrasse komplett gewesen. Unterstützt wurde der Einsatz von Kohlewärme aus Moorburg von AfD, CDU, FDP und Bund der Steuerzahler, obwohl sie sehr klimaschädlich ist und mittelfristig immer teurer werden wird.

Die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) wollte bis August 2018 zusätzlich zur Elbtrasse eine weitere Trasse vom HKW Moorburg zur Versorgung der Ölwerke Schindler bauen lassen. Bisher erhalten die Ölwerke Schindler Ferndampf von der nahegelegenen Müllverbrennungsanlage Rugenberger Damm (MVR). Die Wärme der MVR sollte bei dieser „MVR-Rochade“ über die Elbtrasse in das städtische Fernwärmenetz eingespeist werden. Kohle-Wärme aus dem HKW Moorburg wäre so zwar nicht in das zentrale Fernwärmenetz selbst geflossen. Die CO2-Bilanz Hamburgs wäre aber nicht entlastet worden. Das Klimaschutz-Ziel Hamburgs  –  50 % CO2 im Jahr 2030 im Vergleich zu 1990  –  wäre damit kaum zu schaffen gewesen.

Vattenfall erklärte im August 2018, wenn das Fernwärmenetz nicht von Hamburg zurückgekauft werden würde, wäre ein Verzicht auf Moorburgwärme möglich. Die BUE verzichtete zum gleichen Zeitpunkt auf die „MVR-Rochade“. Sie lässt nun eine Südvariante planen, die keine Auskoppelung von Fernwärme aus dem HKW Moorburg vorsieht. Obwohl das zentrale Fernwärmenetz nun von Hamburg zurückgekauft werden soll, ist unter einem anderen Senat der Anschluss des HKW Moorburg immer noch möglich, wenn jetzt eine Elbtrasse gebaut werden wird.


Zur ersten Orientierung

Eine kurze Einführung in das Thema Elbtrasse findet sich im Infoblatt zur geplanten Fernwärmeleitung durch Othmarschen, Groß Flottbek und Bahrenfeld für Anwohnerinnen und Anwohner (bitte auf der rechten Seite dieses faltbaren Flyers mit dem Lesen beginnen).

Ein aktuelles Dossier vom 12. Juni 2019 zur geplanten Elbtrasse und zum Vergleich von „Südvariante“ und „Nordvariante“ kann hier heruntergeladen werden.


Fragen und Antworten zur Elbtrasse

Was Sie über die Elbtrasse wissen sollten
Der Faktencheck – Ersatz des Kohle-Heizkraftwerks Wedel nördlich oder südlich der Elbe?

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Genehmigungsverfahren für die Elbtrasse

Geplanter Verlauf der Elbtrasse

Der bisher geplante Verlauf der Elbtrasse ist  in der Projektbeschreibung zu finden, die Vattenfall zum „Scoping-Termin“ am 27. Juni 2017 vorgelegt hat.

Die Planung von Vattenfall sieht nach diesen Scoping-Unterlagen vor, dass die Fernwärmetrasse von Dradenau aus nach Unterquerung der Elbe von einem Schachtbauwerk in Schröders Elbpark durch Elbchaussee, Halbmondsweg, Reventlowstraße, Dürerstraße und Ebertallee bis zur Trabrennbahn an der Luruper Chaussee gebaut wird. Nach neueren Informationen kommt aber auch ein Schachtbauwerk im Hindenburgpark und ein Trassenverlauf in der Parkstraße mit noch nicht bekanntem weiterem Verlauf in Frage. Südlich der Elbe soll die Elbtrasse zum Klärwerk Dradenau in Hamburg Altenwerder führen.

Stand der Genehmigungsplanung für die Elbtrasse

Auf Antrag von Vattenfall läuft bereits seit Juni 2017 ein Planfeststellungsverfahren zur Genehmigung der Elbtrasse unter der Bezeichnung Fernwärmesystemanbindung West (FWS West).

Das Genehmigungsverfahren für die Elbtrasse wurde am 27. Juni 2017 mit einem Scoping-Termin eingeleitet. Antragstellerin war die Vattenfall Wärme Hamburg GmbH (VWH). Ein nichtöffentliches Treffen dieser Art geht einem formalen Planfeststellungsverfahren voraus. Unter Beteiligung von Behörden, Umweltverbänden und anderen wird dabei von der zuständigen Behörde über das geplante Vorhaben informiert und es wird diskutiert, welche Verfahrensschritte durchzuführen sein werden – wie zum Beispiel eine Umweltverträglichkeitsprüfung – und welche Auflagen gemacht werden sollen.

Hier finden sich alle Unterlagen des Scoping-Termins für die Anbindung des Fernwärmesystems-West:

Protokoll Scoping Termin UVP Vattenfall Fernwärmeanbindung West 2017-08-08

Anlage 1_Scoping_FWS West_Tagesordnung

Anlage 2_Scoping_FWS West_TN Liste ( dieser Link zur Liste der Teilnehmer ist nicht mehr aktiv, er wurde aus Datenschutzgründen entfernt )

Anlage 3_Scoping_FWS West_Langfassung_2017-06-27

Eine Auswahl aus den Dokumenten des Scoping-Termins und eine Gegenüberstellung der Nordvariante (ohne Elbtrasse) und der Südvariante (mit Elbtrasse) auf dem Stand von Dezember 2017 bietet:   Eine höchst überflüssige Baustelle mitten durch die Stadtteile

Ende August 2018 kam es zu einer Verzögerung der Planung der Elbtrasse. Von Vattenfall wurde der Antrag für die Elbtrasse wegen des Streits mit der Umweltbehörde über die Art des Ersatzes des Heizkraftwerks Wedel ruhig gestellt.

Nach der Senatsentscheidung über den Rückkauf des zentralen Hamburger Fernwärmesystems kündigte Umweltsenator Kerstan am 16. Oktober 2018 als erste Maßnahme die Fortsetzung des Planfeststellungsverfahrens für die Elbtrasse an. Seither wird eine Auslegung der Pläne erwartet.

Öffentliche Auslegung der Pläne für die Elbtrasse

Umfangreiche Pläne der Vorhabenträgerin (Vattenfall) Wärme Hamburg zu allen Aspekten der Elbtrasse werden vier Wochen öffentlich ausgelegt werden. Sie werden ab dem Zeitpunkt der Auslegung wahrscheinlich auch im Internet zu finden sein.

Einwendungen aller Art gegen den Bau dieser Fernwärmetrasse können in den vier Wochen der Auslegung und in zwei weiteren Wochen schriftlich erhoben werden. Wer eine Einwendung erhoben hat, wird auch zu einer Erörterung zugelassen werden, die einige Zeit nach dem Ende der Auslegung stattfinden wird.


Zur Orientierung über den Ablauf eines Planfeststellungsverfahrens kann die Anhörung und Erörterung der Einwendungen zur ersten, damals gescheiterten Moorburgtrasse 1.0 dienen: Hier die Tagesordnung und das sehr umfangreiche Wortprotokoll.

Eine Übersicht über die damaligen Einwendungen, teilweise mit Kommentaren und mit Antworten der Anwälte des Vorhabensträgers Vattenfall Europe (VE):

Einwendungen und Antworten zu Klima

Sonstige Einwendungen und Antworten

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Die Nordvariante im Stellinger Moor als Alternative zur Südvariante

Nordvariante versus Südvariante

Die Südvariante für den Ersatz des Heizkraftwerks Wedel benötigt eine Elbtrasse (oder „Südtrasse“). Der Ersatz des HKW Wedel kann aber auch mit einer Nordvariante ohne Elbtrasse vorgenommen werden. Von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) vorgestellte Szenarien wurden im Dezember 2016 durch Prof. Rabenstein bewertet:

Bewertung der „Szenarien“ der BUE zum Ersatz des Heizkraftwerks Wedel

Dass Vattenfall sich beim Ersatz des Heizkraftwerks Wedel für eine neue Moorburgtrasse einsetzte, lässt sich an Hand dieser Stellungnahme gut nachvollziehen.

Am 15. Dezember 2017 wurde bekannt, dass Vattenfall bis zur Stilllegung des Kohle-Heizkraftwerks Moorburg – bis 2030, 2035, 2040 oder später – klimaschädliche Fernwärme aus diesem Kraftwerk in das Hamburger Fernwärmenetz liefern wollte. Dass auch verantwortliche Hamburger Politiker sich für die Südvariante mit einer neuen die Elbe unterquerenden Trasse in Richtung Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm und HKW Moorburg einsetzten und nicht für die in vieler Hinsicht überlegene Nordvariante ohne Moorburgtrasse, war angesichts zahlreicher offensichtlicher Nachteile dieser Südvariante für Hamburg nicht zu akzeptieren.

Die Südvariante mit Elbquerung, die die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) bauen lassen will, kann sich nur dann bei den ökologischen Eigenschaften einigermaßen gleichwertig mit der Nordvariante im Stellinger Moor, wenn Fernwärme aus der Verbrennung von Müll als nahezu CO2-frei bewertet wird. Hierzu ein Flugblatt des HET, das bei der großen Demonstration von Frydays for Future am 15. März 2019 verteilt wurde.

Die detaillierte Beschreibung einer Nordvariante ist in der folgenden Stellungnahme eines Autorenteams aus Mitgliedern Hamburger Umweltinitiativen vom 13.9.2017 enthalten:

Vergleich zwischen dem Nord-Szenario und dem Süd-Szenario für den Ersatz des Heizkraftwerks Wedel

Etwas aktueller ist die folgende Präsentation vom Februar 2018: Präsentation zur Trasse durch Othmarschen

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Aktivitäten gegen Moorburgtrasse und Elbtrasse

Demonstrationen

Am 5. Mai 2018 veranstaltete das Bündnis „Moorburgtrasse 2.0 Stoppen“ eine öffentliche Begehung eines Teils der geplanten Fernwärmeleitung, mit einer Abschlusskundgebung im Schröders Elbpark.

Der Scoping-Termin für diese Fernwärmeleitung, die auch von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) unterstützt wird, fand bereits im Juni 2017 statt.

Die zweite Begehung des nördlichen Teils der geplanten Fernwärmeleitung mit Aktionen folgte am 30. Juni 2018. Mehr unter „AKTUELLES“ sowie bei der Bürgerinitiative „Keine Moorburgtrasse!“ unter „Aktivitäten“.


Die Bürgerinitiative „Keine Elbtrasse!“ trifft sich zurzeit jeweils am 2. Montag im Monat, von 19:00 h bis 21:00 h in der Ebertallee 30, Melanchton-Gemeinde, in der Kirche oben. Interessierte sind herzlich eingeladen. Mehr zu den nächsten Treffen hier.


 

Aktion vor dem Hamburger Rathaus als Protest gegen die Moorburgtrasse 2.0

Aktivist*innen vom Hamburger Energietisch und von ROBIN WOOD brachten Ende Mai 2017 ein Banner vor dem Rathaus an mit der Aufschrift „Moorburger Kohlewärme verhindern – Volksentscheid umsetzen“. Damit sollte gegen die Kohle-Pläne des Hamburger Senats und der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) protestiert werden.

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Mehr zu dieser Aktion:   HET und Robin Wood protestieren vor dem Hamburger Rathaus


Bei Vattenfall

Am 12. Dezember 2016 protestierten Energie- und Klima-Aktivisten vor dem Vattenfall-Verwaltungsgebäude in Tiefstack, Andreas-Meyer-Str. 8. Sie forderten von den Eigentümern, also vom Vattenfall-Konzern und der Stadt Hamburg, alle Planungen für eine Moorburgtrasse 2.0 einzustellen.


Informationsveranstaltungen zur Planung der Trasse mit Elbquerung

Diskussionsveranstaltung am 23. Februar 2018:

„Braucht Hamburg eine neue Fernwärmetrasse unter der Elbe?“

Auf Einladung der Umweltgruppe Elbvororte referierten Gilbert Siegler und Prof. Dietrich Rabenstein in der Aula der Volkshochschule-West, Waitzstraße 31 (Nähe S-Bahn Othmarschen) zum Thema Braucht Hamburg eine Fernwärmetrasse?
Gezeigt wurde dabei diese Präsentation zur Trasse durch Othmarschen

Am 16. November 2017 führten der HET und der BUND Hamburg eine Informations- und Diskussionsveranstaltung im Gymnasium Hochrad in Othmarschen durch.

Eine Präsentation hierzu:  Eine höchst überflüssige Baustelle mitten durch die Stadtteile
Ein Infoblatt zur geplanten Fernwärmeleitung durch Othmarschen und Bahrenfeld für die betroffenen Anwohner.

 


Aktivität des HET im Hamburger Energienetzbeirat

Der Hamburger Energienetzbeirat (ENB) wurde 2014 zur Berücksichtigung des Volksentscheids zum Rückkauf der Energienetze eingerichtet, da von diesem eine „demokratische Kontrolle“ gefordert wird. Von den 20 stimmberechtigten Sitzen hätte die Hälfte an die Unterstützer des Volksentscheids vergeben werden müssen, wenn beachtet worden wäre, dass mehr als die Hälfte der abstimmenden Hamburger*innen sich für den Volksentscheid entschieden hatten. Mit sieben Sitzen – zwei davon für den HET – sind sie jedoch regelmäßig in der Minderheit. Ihre Anträge werden häufig abgelehnt.

Von der Geschäftsstelle und dem Sprecher des Energienetzbeirats werden Dokumente des HET zur Nordvariante unterdrückt

Besonders ärgerlich und schwer nachvollziehbar ist, dass Dokumente, die der HET dem ENB vorgelegte und die bei den Sitzungen diskutiert wurden, auf Betreiben der Geschäftsstelle und des Sprechers des ENB nicht auf der Internetseite des ENB öffentlich zugänglich gemacht wurden. Bei näherer Betrachtung ist leicht zu erkennen, dass es sich um Dokumente handelt, die die Elbtrasse und die Südvariante, die die Umweltbehörde bauen lassen will, infrage stellen. Für den HET ist diese Vorgehensweise ein nicht hinnehmbarer Verstoß gegen das in der Satzung des ENB verankerte Transparenzgebot.

Der HET stellt daher hier die unterdrückten Dokumente der Öffentlichkeit zur Verfügung.

1. Das folgende Dokument war Gegenstand der ENB-Sitzungen am 2.11.2017 und am 23.11.2017 und in einer vorangehenden Fassung auch am 7.9.2017. Es enthält die letzte und aktuelle Beschreibung der  vom HET unterstützten Nordvariante:  Vergleich zwischen dem Nord-Szenario und dem Süd-Szenario für den Ersatz des Heizkraftwerks Wedel

2. Erst nach mehreren Aufforderungen hat die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) im Energienetzbeirat in der folgenden Datei kurz zur Nordvariante Stellung genommen: Gründe für Änderungen an der BUE-Nordvariante für den Ersatz des HKW Wedel

Eine „Gegendarstellung“ von Prof. Rabenstein, die den Mitgliedern des ENB vorgelegt wurde, wurde nicht in die ENB-Internetseite aufgenommen:  Gegendarstellung zu den „Gründen für Änderungen BUE-Nordvariante für den Ersatz des HKW Wedel“

3. Das folgende Dokument war Gegenstand der ENB-Sitzung am 23.1.2018, wurde aber nicht auf die Internetseite des ENB gestellt:  Mängel der Ersatzlösung für das HKW Wedel

Minderheitsvotum des HET zur Empfehlung der Südvariante durch den ENB

Der Energienetzbeirat sprach sich am 23.11.2017 mehrheitlich für die Südvariante als Ersatz des Kohle-HKW Wedel aus, lehnte allerdings gleichzeitig eine Anbindung des HKW Moorburg an das Hamburger Fernwärmesystem ab.

Der HET forderte in einem Minderheitsvotum von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) die Prüfung der Nordvariante, um die sehr hohen Kosten für den Bau einer Moorburgtrasse und die Belastung für Umwelt und Anwohner zu vermeiden, vor allem aber die extrem hohen CO2-Emissionen, die zusätzlich entstehen würden. Alle Unterlagen zu dieser 11. Sitzung des ENB finden sich hier.

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Informationen zu den früheren Trassenplänen

Fragen und Antworten zur Moorburgtrasse 2.0

Die von der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie (BUE) und von Vattenfall Mitte Dezember 2017 gemeinsam beschlossene Fernwärmetrasse mit Elbquerung bedeutete einen zweiten Anlauf zu einer Moorburgtrasse – zumindest was Vattenfall betrifft. Viele Fragen zu dieser Trasse werden in den beiden folgenden Texten aus der damaligen Sicht beantwortet:
Was Sie über die Moorburgtrasse wissen sollten
Der Faktencheck – Pro und Kontra Kohle-Fernwärme aus Moorburg statt aus Wedel


Wie kam es zur Planung einer zweiten Moorburgtrasse?

Und warum kämpfen Vattenfall und die grün geführte Hamburger Umweltbehörde trotz des Netze-Volksentscheids vom 22. September 2013 schon wieder für den Anschluss des Kohle-Heizkraftwerks Moorburg an das städtische Fernwärmenetz? Eine Stellungnahme hierzu von Prof. Rabenstein vom 16. Dezember 2017:  Die Moorburgtrasse 2.0

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