Der Hamburger Energietisch

Für die Energiewende in Hamburg

Die Moorburgtrasse 2.0

Zur ersten Orientierung

Eine kurze Einführung in das Thema Moorburgtrasse 2.0 findet sich im Infoblatt zur geplanten Fernwärmeleitung durch Othmarschen, Groß Flottbek und Bahrenfeld für Anwohnerinnen und Anwohner (bitte die untere Seite dieses faltbaren Flyers zuerst lesen). Am 16.11.2017 gab es dazu zusammen mit dem BUND eine Informationsveranstaltung um 19 h im Gymnasium Hochrad in Othmarschen


Fragen und Antworten zur Moorburgtrasse 2.0

Es ist nicht mehr zu leugnen, dass die von der Behörde für Umwelt und Energie und von Vattenfall gemeinsam beschlossene Fernwärmetrasse mit Elbquerung einen zweiten Anlauf für eine Moorburgtrasse bedeutet – zumindest für Vattenfall. Viele Fragen zu dieser Trasse werden in den beiden folgenden Texten beantwortet:

Was Sie über die Moorburgtrasse wissen sollten

Der Faktencheck – Pro und Kontra Kohle-Fernwärme aus Moorburg statt aus Wedel

Wenn Sie weitere Fragen zur Moorburgtrasse 2.0 haben, lassen Sie es uns wissen!


Die Bürgerinitiative „Keine Moorburgtrasse! trifft sich zurzeit jeweils am 2. Montag im Monat, von 19:00 h bis 21:00 h in der Ebertallee 30, Melanchton-Gemeinde, in der Kirche oben. Interessierte sind herzlich eingeladen. Mehr zu den nächsten Treffen hier.


Am Sonnabend den 5. Mai veranstaltete das Bündnis „Moorburgtrasse 2.0 Stoppen“ eine öffentliche Begehung eines Teils der geplanten Fernwärmeleitung, mit einer Abschlusskundgebung im Schröders Elbpark.

Der Scoping Termin u. a. zu diesem Abschnitt fand bereits im Juni 2017 statt. Im Gegensatz zur Anbindung des Heizkraftwerks Moorburg sind hier keine Einsprüche von Seiten der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) zu erwarten.

Die zweite Begehung des nördlichen Teils der geplanten Fernwärmeleitung mit Aktionen folgte am Samstag, 30.6.2018, mehr unter „Aktuelles“ sowie bei der Bürgerinitive „Keine Moorburgtrasse!“ hier.


Wie kam es zur Planung einer zweiten Moorburgtrasse?

Und warum kämpfen Vattenfall und die grün geführte Hamburger Umweltbehörde trotz des Netze-Volksentscheids vom September 2013 schon wieder für Kohle-Wärme aus Moorburg im städtischen Fernwärmenetz? Eine Stellungnahme hierzu von Prof. Rabenstein vom 16.12.2017

Die Moorburgtrasse 2.0


Nordvariante vs. Südvariante

Die Moorburgtrasse ist Teil der sogenannten Südvariante. Im Vergleich dazu gibt es allerdings auch eine Nordvariante ohne die Moorburgtrasse. Beide Varianten wurden als Ersatz für das Heizkraftwerk Wedel entworfen. Die von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) vorgestellten Szenarien wurden durch unseren Experten Prof. Rabenstein bewertet:

Bewertung der „Szenarien“ der BUE zum Ersatz des Heizkraftwerks Wedel

Dass Vattenfall sich beim Ersatz des Heizkraftwerks Wedel für eine neue Moorburgtrasse einsetzt, lässt sich an Hand dieser Stellungnahme sehr gut nachvollziehen.

Am 15. Dezember 2017 wurde bekannt, dass Vattenfall so lange nur klimaschädliche Fernwärme aus dem Kohlekraftwerk Moorburg in das Hamburger Fernwärmenetz liefern will, bis das Kohle-HKW Moorburg stillgelegt werden wird – 2030, 2035, 2040 oder später.

Dass auch verantwortliche Hamburger Politiker sich für die sog. Südvariante mit einer neuen die Elbe unterquerenden Trasse Richtung Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm und HKW Moorburg einsetzen und nicht für die in vieler Hinsicht überlegene „NRO-Nordvariante“ ohne Moorburgtrasse, ist angesichts der zahlreichen offensichtlichen Nachteile dieser „Südvariante“ für Hamburg nicht zu akzeptieren.

Vergleich zwischen dem Nord-Szenario und dem Süd-Szenario für den Ersatz des Heizkraftwerks Wedel


Diskussionsveranstaltungen zur Moorburgtrasse

Diskussionsveranstaltung am Freitag, 23.2.2018:

Braucht Hamburg eine neue Fernwärmetrasse unter der Elbe?

Die Umweltgruppe Elbvororte  lud ein zu einer Diskussion mit Gilbert Siegler, Prof. Dietrich Rabenstein u.a. in die Aula der Volkshochschule-West, Waitzstraße 31 (Nähe S-Bahn Othmarschen)

Einladung_VHS_Braucht_HH_eine_Fernwaermetrasse

Dort vorgetragen wurde u. a. die

Präsentation zur Trasse durch Othmarschen


Das Vorhaben „Ersatz des HKW Wedel“ im Energienetzbeirat (ENB)

Geschäftsstelle des ENB unterdrückt Dokumente zur NRO-Nordvariante

Die Geschäftsstelle des Hamburger Energienetzbeirats (ENB weigert sich seit einiger Zeit, Dokumente zur NRO-Nordvariante, die dem ENB vorgelegt und dort behandelt wurden, auf der Internetseite des ENB zur Verfügung zu stellen.

Wir halten diese Vorgehensweise für einen nicht hinnehmbaren Verstoß gegen das in der Satzung des ENB verankerte Transparenzgebot. Der HET stellt daher die unterdrückten Dokumente hier der Öffentlichkeit zur Verfügung – in der Hoffnung, dass der ENB bald entscheiden wird, wie er mit dem einseitigen Verhalten der in der Behörde für Umwelt und Energie angesiedelten Geschäftsstelle des ENB umgehen will.

1. Die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) hat sich erst nach mehreren Aufforderungen im Energienetzbeirat in der folgenden Datei zur NRO-Nordvariante kurz geäußert:

Gründe für Änderungen an der BUE-Nordvariante für den Ersatz des HKW Wedel

Prof. Rabenstein hat hierzu eine „Gegendarstellung“ verfasst:

Gegendarstellung zu den „Gründen für Änderungen BUE-Nordvariante für den Ersatz des HKW Wedel“

Die Mitglieder des ENB erhielten diese Gegendarstellung. Die Geschäftsstelle des ENB weigerte sich aber bisher, diese„Gegendarstellung“ auf den Internetseiten des ENB zu veröffentlichen, während sie die Datei der BUE sofort veröffentlichte.

2. Das folgende Dokument war Gegenstand der ENB-Sitzung am 23.1.2018

Mängel der Ersatzlösung für das HKW Wedel

3. Das folgende Dokument war Gegenstand der ENB-Sitzungen am 2.11.2017 und am 23.11.2017 und in einer vorangehenden Fassung auch am 7.9.2017

Vergleich zwischen dem Nord-Szenario und dem Süd-Szenario für den Ersatz des Heizkraftwerks Wedel

ENB spricht sich für Südszenario aus

Der Energienetzbeirat hat sich auf seiner 11. Sitzung (öffentlich) am 23.11.2017 mit dem Thema Ersatzlösung für das HKW Wedel beschäftigt. Mehrheitlich hat der ENB sich für das Südszenario ausgesprochen allerdings gleichzeitig eine Anbindung von Moorburg an das Hamburger Fernwärmesystem abgelehnt.

Der Hamburger Energietisch stellt in seinem Minderheitsvotum hierzu klar, dass er der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) die Prüfung des Nordszenarios nahelegt, um u.a. die sehr hohen Kosten für den Bau der Moorburgtrasse und auch die Belastung für Umwelt und Anwohner zu vermeiden und vor allem die extrem hohen CO2-Emissionen, die zusätzlich entstehen würden.

Der Hamburger Energietisch kritisiert außerdem die Arbeitsbedingungen im ENB, da bspw. die BUE auf Fragen nicht oder nur unvollständig Auskunft gibt, oder Unterlagen erst wenige Tage vor den Sitzungen verschickt werden.

Alle Unterlagen zur 11. Sitzung des ENB finden sich hier.

 


Scoping-Unterlagen für die „Südtrasse“ (Fernwärmesystem-West)

Am 27.06.2017 fand ein Scoping-Termin zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Moorburgtrasse von Vattenfall statt. Ziel dieses Termins war es, die Auflagen und den Umfang für die UVP festzulegen.

Informationen zum Scoping-Termin bzgl. der Anbindung des Fernwärmesystems-West unter den folgenden Links:

Protokoll Scoping Termin UVP Vattenfall Fernwärmeanbindung West 2017-08-08

Anlage 1_Scoping_FWS West_Tagesordnung

Anlage 2_Scoping_FWS West_TN Liste

Anlage 3_Scoping_FWS West_Langfassung_2017-06-27

Eine Auswahl aus diesen Dokumenten zum Scoping-Termin und eine Gegenüberstellung von
NRO-Nordvariante (ohne Moorburgtrasse) und Südvariante finden sich in:

Eine höchst überflüssige Baustelle


Die Anhörung bzw. Erörterung der Einwendungen zur ersten, damals gescheiterten Moorburgtrasse 1.0:

Tagesordnung und Wortprotokoll

Eine Übersicht über einige Einwendungen, teilweise mit Kommentaren bzw. Antworten der Anwälte des Vorhabensträgers Vattenfall Europe (VE)

Einwendungen und Antworten zu Klima

sowie zu sonstigen Einwendungen

 


Informationsveranstaltung des HET zur Planung von Trassen mit Elbquerung

Am 16.11. 2017 boten HET und BUND eine Informations-Veranstaltung im Gymnasium
Hochrad in Othmarschen an.

Hier eine dort gezeigte Präsentation: Eine höchst überflüssige Baustelle

Hierzu gehörte ein Infoblatt zur geplanten Fernwärmeleitung durch Othmarschen und Bahrenfeld für betroffene Anwohner.

 


Pressemeldungen und Positionen

EuGH verurteilt Deutschland wegen Moorburg

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute die Bundesrepublik Deutschland wegen Missachtung europäischer Naturschutzvorgaben bei der Genehmigung des umstrittenen Kohlekraftwerks Hamburg-Moorburg verurteilt.
(Pressemitteilung des BUND Hamburg vom 26. April 2017)

Kohlekraftwerk Moorburg: EuGH verurteilt Deutschland

Schon wieder eine Kampagne für Fernwärme aus Moorburg

In der Hamburger Presse sind Klagen darüber zu lesen, dass wertvolle „Abwärme“ aus dem Steinkohle-Heizkraftwerk Moorburg nicht genutzt, sondern in die Elbe weggekühlt werde. Lässt sich etwa mit Fernwärme aus dem Steinkohlekraftwerk Moorburg das Klima retten? Lesen Sie hier die Pressemeldungen und unsere Bewertungen und Richtigstellungen dazu.

Mit Fernwärme aus dem Steinkohle-Heizkraftwerk Moorburg das Klima retten?

Die ehemalige Position der Hamburger Grünen

Positionspapier der Hamburger Grünen zur Fernwärme aus Moorburg


Proteste gegen die Moorburgtrasse

Aktion vor dem Hamburger Rathaus

Aktivist*innen vom Hamburger Energietisch und ROBIN WOOD haben heute vor dem Rathaus ein Banner mit der Aufschrift „Moorburger Kohlewärme verhindern – Volksentscheid umsetzen“ aufgehängt, um gegen Pläne des Hamburger Senats und der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) zu protestieren.

Lesen Sie mehr zu dieser Aktion in unserem Blogbeitrag: HET und Robin Wood protestieren vor dem Hamburger Rathaus

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Bei Vattenfall

Am Montag den 12. Dezember haben Energie- und Klima-Aktiven vor dem Vattenfall – Verwaltungsgebäude in Tiefstack, Andreas-Meyer-Str. 8 protestiert. Sie fordern von den Eigentümern, also vom Vattenfall Konzern und der Stadt Hamburg, jede Planung einer Moorburgtrasse 2.0 einzustellen.