Der Hamburger Energietisch

Für die Energiewende in Hamburg

LNG-Terminal in Stade

Bekundung des „Desinteresses“
an einem LNG-Terminal in Stade

Der Hanseatic Energy Hub GmbH erfragte bis 1. Februar nach dem Marktinteresse, Kapazitäten eines geplanten LNG-Terminals Stade zu buchen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am 1. Februar 2021 zusammen mit 32 nationalen und internationalen Organisationen und Bürger-Initiativen, darunter auch dem HET, einen „Letter of Disinterest“ an die möglichen Betreiber eines LNG-Terminals Stade versandt. Über das Terminal sollen jährlich etwa 12 Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas anlanden – ein Großteil davon sehr wahrscheinlich als Fracking-Gas aus den USA. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner fordern Betreiber und Investoren auf, die Pläne für das Terminal zu stoppen und stattdessen in klimafreundliche Energien zu investieren.

Hintergrund:

In Deutschland sind drei LNG-Terminals an den Standorten Wilhelmshaven, Brunsbüttel und Stade geplant. Für keines der Terminals wurde bislang ein Antrag auf Genehmigung gestellt, es liegt auch noch keine finale Investitionsentscheidung seitens der Geldgeber vor. Die Pläne in Wilhelmshaven wurden nach Ankündigung des Betreibers Uniper aufgegeben. Von der DUH in Auftrag gegebene Rechtsgutachten belegen, dass keines der drei Terminals in Stade, Wilhelmshaven und Brunsbüttel genehmigungsfähig ist, da sie alle gegen Naturschutzrecht sowie Sicherheitsbestimmungen verstoßen und die Folgen auf das globale Klima von den Vorhabenträgern nicht betrachtet werden.

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