Der Hamburger Energietisch

Für die Energiewende in Hamburg

Kraftwerk Moorburg

Der rot-grüne Koalitionsvertrag vom 2. Juni 2020 enthält zum Energiestandort Hamburg Moorburg folgende Ankündigungen:

„Der Energiestandort Moorburg kann mit seinem direkten und besonders leistungsfähigen Zugang zum Übertragungsnetz eine wichtige Rolle für die Sektorenkopplung spielen. … Die Koalition wird daher alle Möglichkeiten prüfen, die Kohleverstromung an diesem Standort durch innovative Konzepte der Erzeugung, Speicherung und Umwandlung von Energie zu ersetzen.

Die Koalitionspartner verfolgen in diesem Zusammenhang gemeinsam den Plan, im Hamburger Hafen auf dem Gelände des bisherigen Kraftwerks Moorburg eine der weltweit größten Anlagen für Wasserstoff-Elektrolyse zu entwickeln, mit der aus erneuerbarem Strom grüner Wasserstoff produziert werden soll. Im Verbund mit diesem Elektrolyseur soll ein Innovationshub entstehen, in dem Wissenschaft, Industrie und Startups gemeinsam neue Anwendungen entwickeln. Hamburg wird die notwendigen Umstellungsprozesse so unterstützen, dass eine sich selbst tragende Wasserstoffwirtschaft entsteht. Auf diesem Weg will die Koalition Hamburg zu einem Zentrum der Wasserstoffindustrie entwickeln und zugleich einen möglichst frühzeitigen vollständigen Kohleausstieg in Hamburg erreichen.“

Durch eine Machbarkeitsstudie soll untersucht werden, „ob und wie ein Teil des bisherigen Kohlekraftwerks zu einer GuD-Anlage auf der Basis von Erdgas umgerüstet werden könnte, die der Stromproduktion bei gleichzeitiger Erzeugung von Wärme dienen würde. Hierbei sind neben den technischen Gesichtspunkten zum Beispiel im Hinblick auf die Wärmenutzung insbesondere auch die (betriebs-) wirtschaftliche Machbarkeit zu klären und ein*e geeignete*r Betreiber*in zu finden.

Zur Umsetzung der verschiedenen Bausteine dieses Konzepts werden die hierzu bereits begonnenen Gespräche mit dem Betreiber des Kohlekraftwerks fortgesetzt und entsprechende Kooperationsmöglichkeiten geprüft. Anschließend an die Machbarkeitsuntersuchung ist der im Sinne dieser Ziele geeignet*e Betreiber*in zu ermitteln.

Auch die in dieser Hinsicht mit dem Bund begonnenen Gespräche werden fortgeführt, um eine finanzielle Förderung für den Kohleausstieg zu erreichen.“


18.8.2020: Ersatz der Steinkohle-Fernwärme aus Tiefstack mit Gas-Fernwärme aus Moorburg?

Eine Verknüpfung des Kohle-Ausstiegs im Kraftwerk Moorburg mit der im Kraftwerk Tiefstack

Dazu eine pdf-Datei


15.8.2020: Nun doch Fernwärme aus Moorburg?

Ein Kommentar zur Ausschreibung einer „Machbarkeitsstudie zur Umwandlung des Kraftwerkes Moorburg und Aufbau einer großen Elektrolyseanlage“

Dazu eine pdf-Datei


26.2.2020: Wasserstoff-Produktion in Moorburg – gut für die Energiewende?

Drei Tage vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg, kündigten Hamburgs Erster Bürgermeister Tschentscher und Wirtschaftssenator Westhagemann an, das Kohlekraftwerk Moorburg solle schneller vom Netz genommen werden.


21.2.2020: Was plant Vattenfall für sein Steinkohle-Kraftwerk Moorburg?


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