Der Hamburger Energietisch

Für die Energiewende in Hamburg

Der Energienetzbeirat stimmt Anträgen des HET zugunsten der Nordvariante zu

Für den Ersatz des HKW Wedel im Stellinger Moor

Der Hamburger Energienetzbeirat (ENB) hat auf seiner Sitzung am 29. November 2018 einem Antrag des Hamburger Energietischs (HET) zugestimmt, in dem ein ergebnisoffener Vergleich der Südvariante mit Elbtrasse und der Nordvariante im Stellinger Moor ohne Elbtrasse gefordert wird. Der Vertreter der Umweltbehörde teilte mit, die Umweltbehörde werde dieser Empfehlung des ENB nicht folgen, solange nicht zusätzliche Potenziale für erneuerbare Wärme in der Nordvariante aufgezeigt würden.

In der gleichen Sitzung des ENB erläuterte Dr. Beckereit, dass der Anteil der erneuerbaren Wärme in der von der BUE geplanten Südvariante aus Kostengründen weiter reduziert worden sei, indem die Leistung der in Dradenau geplanten Abwasserwärmepumpe von 80 MW auf 25 MW verringert wurde.

Daneben beschloss der ENB mit großer Mehrheit einen Antrag des HET zur Bildung einer Arbeitsgruppe des Energienetzbeirats, in der eine ausführliche Diskussion und Bewertung der Ersatzlösungen für das alte Heizkraftwerk Wedel vorgenommen werden soll (Thema „Ausgestaltung der Ersatzlösung für das HKW Wedel“).

Diese Arbeitsgruppe des ENB hat nach zwei Sitzungen dem ENB am 24.1.2019 einen Zwischenbericht vorgelegt. Das Abendblatt berichtete am 5.2.2019 über die ersten Ergebnisse der Arbeitsgruppe.

Der Satz „Kritiker: Umweltsenator Kerstan rechnet sich CO2-Belastung aus Müllverbrennung schön.“ bezieht sich darauf, dass von der Umweltbehörde die CO2-Belastung durch die Müllverbrennung falsch bilanziert wird. Obwohl die von der Müllverbrennung verursachte CO2-Belastung ziemlich hoch ist, will die Umweltbehörde sie mit unseriösen Begründungen ignorieren, um damit die von ihr favorisierte „Südvariante“ schönzurechnen.

Auch der Umweltverband BUND sieht Probleme: „Die CO2-Bilanzierung in Bezug auf die Müllverbrennungsanlage Rugenberger Damm sehen wir durchaus kritisch, sie muss noch einmal überprüft werden“, so BUND-Chef Manfred Braasch.

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