Der Hamburger Energietisch

Für die Energiewende in Hamburg

18. Juni 2022
von Redaktion
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HKW Tiefstack  – CO2-Schleuder für mindestens 13 weitere Jahre

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Möglichst im Jahr 2028, spätestens 2030, soll der Ausstieg aus der Kohle im Hamburger Heizkraftwerk (HKW) Tiefstack erfolgen. So Senator Kerstan (BUKEA) und der Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke (HEnW) Christian Heine bei einer Pressekonferenz am 17. Juni 2022.

Nach dem Ersatz des HKW Wedel mit Hilfe des „Energieparks Hafen“ und nach der Fertigstellung des „Energieparks Tiefstack“ (Bild aus einer Präsentation der HEnW am 17.6.2022) würden die CO2-Emissionen der zentralen Hamburger Stadtwärmeversorgung gegenüber heute um 70 bis 80 Prozent sinken. Die Hamburger Energiewerke würden mit dem Energiepark Hafen und dem Energiepark Tiefstack den größten Einzelbeitrag zum Erreichen von Hamburgs Klimaziele leisten, so Kerstan und Heine.

Wann aber wird der „Energiepark Tiefstack“ fertiggestellt sein?

Die Berichterstattung der Medien erweckte den Eindruck, der „Energiepark Tiefstack“ werde zusammen mit dem Kohle-Ausstieg im Jahr 2028 fertig werden, spätestens aber 2030.  So schreibt zum Beispiel die taz: „Bis alles umgesetzt ist, was Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Freitagvormittag verkündete, wird es zwar noch mindestens sechs, vielleicht sogar acht Jahre dauern.“ Ein großer Irrtum, zu dem die Pressekonferenz sicher bewusst beigetragen hat!

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19. April 2022
von Redaktion
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Keine Beimischung von Wasserstoff in das Hamburger Erdgasnetz!

Die „Öffentliche Erklärung“ gegen eine Beimischung von Wasserstoff ins Erdgasnetz
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Hamburger Umweltverbände lehnen in einer „Öffentlichen Erklärung“ die vom städtischen Unternehmen Gasnetz Hamburg geplante Beimischung von Wasserstoff ins Erdgasnetz ab:

Öffentliche Erklärung gegen eine Beimischung von Wasserstoff ins Hamburger Erdgasnetz

In nicht einmal 25 Jahren soll Deutschland nach Beschlüssen des Bundestages klimaneutral sein.1 Für einen raschen Ausstieg aus der Verbrennung von Kohle, Erdgas und Erdöl sind daher weit größere Anstrengungen zu unternehmen als bisher.

Die Beheizung der Gebäude in Hamburg beruhte im Jahr 2019 zu 31 % auf kohlelastiger Fernwärme und zu 61 % auf fossilem Gas und Heizöl.2 Nicht nur die Wärme aus Kohle, sondern auch die aus Erdgas und Heizöl ist daher so rasch wie möglich durch klimaneutrale Wärme zu ersetzen.3 4

Unter unabhängigen Fachleuten besteht große Einigkeit darüber, dass Heizwärme und Warmwasser in Zukunft von mit erneuerbarem Strom angetriebenen Wärmepumpen und klimafreundlichen Wärmenetzen geliefert werden sollten.5 Eine mit elektrischem Strom angetriebene Wärmepumpe kann etwa 6-mal mehr Heizwärme bereitstellen, als ein Heizkessel, für den Wasserstoff aus der gleichen Menge Strom erzeugt wurde.6

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31. März 2022
von Redaktion
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LNG-Terminals an der deutschen Nordseeküste werden nicht gebraucht

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Nach dem Beginn der russischen Invasion in die Ukraine am 24. Februar 2022 kündigte Bundeskanzler Scholz am 27. Februar 2022 in einer Regierungserklärung an, in Brunsbüttel und in Wilhelmshaven sollten mit Unterstützung der Bundesregierung schnell Terminals für den Import von Flüssigerdgas (LNG) gebaut werden. Seither meldet sich fast jede Woche ein neues LNG-Terminal-Projekt, das ebenfalls auf staatliche finanzielle Unterstützung hofft.

Am 25. März 2022 veröffentlichte das Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima (BMWK) einen „Fortschrittsbericht Energiesicherheit“. Die Einschätzung der Medien reichte von „Weniger Abhängigkeit von Russland“ bis zu „Habeck: Deutschland kann bis Sommer 2024 unabhängig von russischen Energie-Importen sein“.

Aus einer genaueren Analyse des „Fortschrittberichts“ geht hervor, dass der Bau von Land-Terminals für den Import von LNG in Brunsbüttel, Rostock, Stade und Wilhelmshaven gar nicht nötig ist, um die „Energieabhängigkeit von Russland in hohem Tempo zu verringern und die Energieversorgung auf eine breitere Basis zu stellen.“

Nach dem „Fortschrittbericht“ stünde das LNG-Terminal Brunsbüttel, das sich mit einer Kapazität von 8 Mrd. m³ Gas pro Jahr in Planungsprozessen befindet, erst ab 2026 für die Versorgung bereit. Bei den geplanten LNG-Terminals an Land in Stade, Wilhelmshaven und Rostock wird es kaum schneller gehen.

Bild 1: Reduzierung der Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas. Erläuterungen im Text.
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22. März 2022
von Redaktion
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Wie Gasnetz Hamburg für mehr Erdgas-Heizungen wirbt

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Die Gasnetz Hamburg GmbH
hält immer noch an einer Wasserstoff-Beimischung zum Erdgas fest

„Raus aus der Abhängigkeit von russischem Gas!“ – schon vor dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine fand diese Forderung breite Unterstützung. Die übermäßige Abhängigkeit Deutschlands und der EU von russischem Erdgas ist durch die Invasion in die Ukraine schlagartig klar geworden.

Gut geeignete Alternativen zu Gasheizungen in neuen und in Bestandgebäuden stehen zur Verfügung und sind sogar wirtschaftlicher als neue Gasheizungen. Die deutsche Bundesregierung arbeitet auf einen baldigen Rollout von Wärmepumpen-Heizungen als Ersatz für Heizöl- oder Erdgas-Heizungen hin. Die Gewinnung von erneuerbarem Strom soll stark ausgebaut werden. Elektrische Wärmepumpen könnten damit schon in etwa zehn Jahren vollständig klimaneutrale Wärme liefern. Auch durch den Anschluss an klimafreundliche Fern- und Nahwärmenetze soll der Ausstieg aus Heizöl und Erdgas beschleunigt werden.

Nach dem Koalitionsvertrag der deutschen Bundesregierung soll ab 2025 jede neu eingebaute Heizung auf Basis von mindestens 65 Prozent Erneuerbarer Energien betrieben werden. Mit ihrem „Entlastungspaket“ hat die Bundesregierung diese Vorschrift sogar auf den 1. Januar 2024 vorgezogen. Der Einbau neuer Erdgas- und Heizöl-Heizungen kommt dann nicht mehr in Frage – auch nicht in Bestandsgebäuden.

Die mit diesen Maßnahmen verbundene Senkung des Erdgasverbrauchs sollte Vorrang haben vor der Beschaffung von fossilem Gas aus anderen Quellen, also auch vor dem Bau neuer Terminals für den Import von verflüssigtem Erdgas (LNG)  –  Fracking-Gas zumeist.

Karikatur: Mester/ sfv
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17. März 2022
von Redaktion
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Klimastreik am Freitag, dem 25. März 2022

Treffen um 12 Uhr! in der Willy-Brand-Straße

Forderungen für die ersten 100 Tage der neuen Bundesregierung

Im Bundestags-Wahlkampf haben sich alle demokratischen Parteien zum 1,5°-Ziel bekannt. Ausreichende Pläne zur Umsetzung dieses Ziels hat jedoch bis heute keine Partei vorgestellt. Deshalb haben Fridays for Future von der neuen Koalition gefordert, in den ersten 100 Tagen die richtigen Weichen zu stellen, um das 1,5°-Ziel einhalten zu können.

Im Jahr 2020 hat Fridays for Future bereits zusammen mit dem Wuppertal-Institut gezeigt, dass das 1,5°-Ziel noch einhaltbar ist und was dafür gemacht werden muss. Die ersten 100 Tage der Ampel-Regierung sind nun vorbei und ES REICHT HALT NICHT.

Daher sollten sich möglichst viele am Globalen Klimastreik am 23. März 2022 beteiligen! 
Ab 12 Uhr in der Willy-Brand-Straße